Donnerstag, 12. Juli 2018

Frohe Ostern aus der Redaktion K!P-NRW!

Frohe Ostern aus der Redaktion K!P-NRW!

Allen Hörerinnen und Hörern, allen Freunden der Katholischen Kirchenredaktion und den Besuchern unserer Seiten wünschen wir ein frohes Osterfest und immer einen Strich Weihwasser unter dem Kiel! ...

In den Tagen, da wir uns noch über die aktuellen Hörerzahlen für das Kirchenmagazin „Himmel & Erde“ auf den NRW-Lokalradios freuen, schauen auch wir natürlich weiter immer mal wieder in die Rechner. Auf dem Laufenden bleiben, aktuell informiert sein – wir müssen das schon aus beruflichen Gründen. Unsere Aufgabe und unsere Leidenschaft: In der Flut von News zu sortieren, immer neu interessante Themen zu präsentieren, in denen trotz allem und vor allem eine „gute Nachricht“ steckt.

Ostern: Das Update

Natürlich hat das nicht zuletzt mit diesen Ostertagen zu tun, die da jetzt sehr eindrücklich gefeiert werden. Nach den letzten Wochen, in denen es - wie jedes Jahr - im übertragenen Sinne darum ging, mal in die Quellcodes zu gucken, die Spams und Syntaxfehler rauszuschmeißen, Apps neu zu sortieren und ein ordentliches Update zu fahren. Wenn es gut läuft, ist Ostern wie der Start mit einem neuen Betriebssystem und doppeltem Arbeitsspeicher. Die überdrehte Kiste ist entlüftet, die Performance stimmt wieder. Und sie ist vielleicht noch besser als zuvor.

Wahr und falsch

Nun mag es möglicherweise stimmen, dass heute allein innerhalb von zwei Stunden mehr Informationen produziert und verbreitet werden als in der ganzen Menschheitsgeschichte zuvor. Aber sie werden immer noch im Wesentlichen aus zwei Zeichen gebildet. Aus einer „1“ und einer „0“ – dem Binärcode für „wahr“ und „falsch“. Damit ist das Grundproblem bereits klar: Das eine geht nicht ohne das andere. Und wir wissen, das wir bei dem, was aus den vielen zusammengesetzten Bits und Bytes in den elektronischen Medien gebildet wird, unterscheiden lernen müssen. Das ist offensichtlich - nicht erst angesichts der aktuellen Debatten um „Fake news“, Datenmissbrauch und Algorithmen.

Copy & paste

Was wir in diesen Tagen und in diesem Zusammenhang ganz nett fanden, ist eine Anregung des katholischen Internetportals www.katholisch.de: Schon vor vielen Jahren hat eine in katholischen Kirchenkreisen gestarteten Kampagne eine historische Gestalt in Erinnerung gerufen, deren Namen für das gesammelte Wissen ihrer Zeit steht: Isidor von Sevilla (560-636), geboren im afrikanischen Karthago, Gelehrter, Bischof, Kirchenvater und bedeutender Bestsellerautor. Was er bei seiner enormen Sammelei in allen Wissenschaften zu Papier brachte, wurde viele Jahrhunderte lang von tausenden Mönchen in klammen Schreibstuben kopiert und weitergegeben – eine Brücke in die Antike, in der die Leute auch nicht viel dümmer waren als wir heute. Den Isidor hat man vor genau 420 Jahren heiliggesprochen, ein Mondkrater ist nach ihm benannt undimmer am 4. April steht er auf dem Heiligenkalender.

Weisheit und Wissen teilen

Wenn es nach www.katholisch.de geht, soll dieser frühe Vorläufer aller Lexika und von Wikipedia zum Schutzpatron des Internets gemacht werden. Dazu wurde ein Gebet entworfen „weil das Netz und seine Nutzer gerade heute Segen und Beistand nötig haben.“ Darin heißt es: „Guter Gott, auf die Fürsprache des heiligen Isidor von Sevilla, Patron des Internets, stärke unsere Netze und Verbindungen und hilf uns, Frieden zu stiften. Lass uns Weisheit und Wissen teilen, und hilf uns, Wahres von Falschem zu unterscheiden. Gib uns den Mut, die Wahrheit zu verkünden, und hilf uns, dies im Geist der Liebe zu tun. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“

Zugleich wird an ein Gebet erinnert, dass bereits im „Rituale Romanum" steht und damit seiner Zeit einigermaßen weit voraus war. Obwohl es ursprünglich für die Einweihung einer Telegraphenstation gedacht war, taugt der Segen ganz sicher auch für Netz- und Computerprobleme: „Gott, der Du auf den Flügeln des Windes über dem Wasser wandelst und der Du allein Wunder tust: durch die Kraft, die in diesem Metalle wohnt, bringst Du ferne Dinge nah, schneller als der Blitz, und sendest nahe Dinge in die Ferne. Gib, dass uns die neuen Erfindungen durch Deine reiche Gnade lehren, noch entschlossener und leichter zu Dir zu gelangen. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

Ostern – Reset und Neustart

Internetsegen hin – oder her: Diese Tage selbst sind insgesamt so etwas wie ein einziger Segen. Viele mögen sie jetzt vielleicht vor allem als willkommene Pause in der Arbeit nutzen. Zeit für die Familie, Zeit für eine Reise, Zeit für sich haben – was gibt es Schöneres? Ostern ist dafür wie geschaffen. Das ganze Jahr hängt an diesem Termin – von unserer ganzen Zeitrechnung überhaupt mal abgesehen. Ostern ist das Datum für ein Reset im Netz der ganzen Schöpfung. Und für alle User dieser Erde eine gute Gelegenheit, das Moos aus dem Rechner des Lebens zu kratzen. Oder so ....

Frohe Ostertage!

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