Mittwoch, 13. Dezember 2017

Medienethischer Preis der Kirchen in NRW verliehen

Preisträger: Marco Federhen, Tobias Zabel und Steffen Ziegler von Radio Siegen

DÜSSELDORF. Preisehagel beim Hörfunkpreis der Landesanstalt für Medien (LfM): Im Hyatt Regency im Düsseldorfer Medienhafen wurden am 24. November vor 250 Gästen die Gewinner ausgezeichnet: Auch unsere Glückwünsche gehen an die Ausgezeichneten in den Kategorien „Moderation“ (Jenni Hansen, Antenne Unna), „Morning-Show“ (Carmen Schmalfeldt, Radio Leverkusen), „Projekte/Serie“ (Stefan Haase, David Klomfaß, Sebastian Poullie, Thomas Wagner, Radio Leverkusen), „Unterhaltung“ (Stephan Kern, Radio Bonn/Rhein-Sieg), „Information/Recherche“ (Max Hanke, Radio Emscher Lippe), „Crossmediale Berichterstattung“ (Robin Hiermer, 107.7 Radio Hagen), „Service/Beratung“ (Stefan Haase, Radio Köln), Lokale Werbespots“ (Philip Schwieren, topradiospot für Radio Köln / Gaby Grubert, Mathias Mersch, audio media service GmbH für Radio Gütersloh), „Lokale Werbekampagne“ (Björn Brunzel, Jochen Schulte, Schulte & Enkmann Medien Service GmbH für Radio Vest), für die Kategorie „Sonderwerbeform“ (Guido Lammers, Christian Schwarte, Lennart Thies, Lokalfunk für den Kreis Borken GmbH für Radio WMW) und für den  Sonderpreis der LfM (Projektteam der Volontärinnen und Volontäre der Lokalradios und radio NRW für die Berichterstattung zur Bundestagswahl 2017“). Den Gewinnern und allen Nominierten von den Kirchenredaktionen: Respekt für tolle Leistungen!

Medienethischer Sonderpreis der Kirchen

Nicht zuletzt: Auch die Kirchen in Nordrhein-Westfalen verliehen ihren „Medienethischen Sonderpreis“. Die Auszeichnung der Evangelischen und Katholischen Kirche wurde Marco Federhen, Tobias Zabel und Steffen Ziegler von Radio Siegen für „Bei uns da sagt man Nodda“ zuerkannt (Bild oben). Ihre humorvolle Serie über Flüchtlinge, die sich am Siegerländer Dialekt versuchen, behandle „das wichtige Thema Integration mit einem Augenzwinkern und einem gehörigen Schuss Selbstironie“, so die Begründung der Jury. Zudem erfahre man auf unterhaltsame Art eine Menge über die Lebensgeschichte der Menschen, die in Deutschland Zuflucht gefunden haben. Neben der mit 2.500 Euro dotierten Ehrung erhielt die Welle Niederrhein eine lobende Erwähnung für eine Serie, die sich zum Welt-Braille-Tag mit der Blindenschrift und dem Alltag Sehbehinderter beschäftigte, ebenso lobend erwähnt wurde Michael Hendriks von Radio 91.2 Dortmund für seinen Beitrag „Wir laufen für Sina“. Er berichtete über Schüler, die einen Spendenlauf für ihre achtjährige herzkranke Mitschülerin auf die Beine stellten, die in einer Spezialklinik auf ein Spenderherz wartet. Auch diese Beiträge, so die Jury weiter, seien gute Beispiele für „positiven und konstruktiven Journalismus“ und dafür, dass man auch in kurzen Beiträgen im Lokalradio wichtige und nachdenkenswerte Inhalte transportieren könne.

Sozialpreis der Freien Wohlfahrtspflege NRW

Der „Sozialpreis der Freien Wohlfahrtspflege Nordrhein-Westfalen“ ging an Sabrina Droste, Reporterin bei Radio RSG im Bergischen Land, die mit ihrem Beitrag über den Solinger Kältebus der Malteser auf die besondere Situation und die Probleme notleidender und sozial benachteiligter Menschen in NRW aufmerksam machte. Markus Lahrmann, Chefredakteur von „Caritas in NRW“, überreichte die erstmals vergebene und mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung der 16 Spitzenverbände der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (LAG FW). Er würdigte die „hohe Qualität aller Einsendungen“. Sabrina Droste sei es gelungen „eine große Nähe zu den Obdachlosen herzustellen und sie als Menschen wahrzunehmen ohne sie abzustempeln“, zugleich kämen auch ehrenamtliche Helfer und die hilfsbereite Bevölkerung zu Wort. Droste lag in der Endrunde vor Anina Laura Pommerenke von Antenne Münster ("Flüchtlinge stehen in  Münster vor großen Problemen bei der Wohnungssuche") und Svenja Wahle mit der Reportage von Radio Emscher Lippe ("Zu Besuch im Frauenhaus  Gelsenkirchen").

Ein freudiges Zusammentreffen unter den vielen Begegnungen des Abends gab es übrigens mit „Johnny“ Johannes Götze, dem Vorsitzenden der Hörfunkpreisjury - besonders in Erinnerung an die ersten Kampagnen der „Aktion Lichtblicke“: Johnny Götze hatte damals mit großem Engagement den ersten Lichtblicke-Song beigesteuert. Und wir sind alle nach mehr als 18 Jahren noch ziemlich textsicher…

Zuletzt unser Programmtipp: Die Siegerbeiträge werden am Samstag, 25. November, zwischen 14 und 18 Uhr im Programm der NRW-Lokalradios gesendet.

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